Egal ob es draußen schmuddelig grau oder noch sommerlich warm ist, ein kräftiger Eintopf, der auf dem Herd auf uns wartet und die Wohnung mit köstlichen Düften erfüllt, ist immer eine gute Wahl. Unser Rezept ist eine Abwandlung der klassischen Linsensuppe: Statt Speck erfreut uns gebratene Rauchwurst, die Paprika ist ein fröhlicher Farbtupfer und knusprig gebratene Schalotten sorgen für ein kleines, krosses Extra an Geschmack.
In einem Wasserkocher oder einem kleinen Topf 500ml Wasser aufkochen. Die Karotte längs halbieren und quer in ca. 1cm breite Scheiben schneiden. Den Knoblauch schälen und grob würfeln. Die Karotten, das Tomatenmark und den Knoblauch in einem mittelgroßen Topf mit 1EL Olivenöl bei mittlerer bis starker Hitze ca. 4Min. unter Rühren anbraten. Die Gewürzmischung unterrühren.
150g Linsen in einem Sieb mit kaltem Wasser abspülen, die übrigen Linsen werden für dieses Rezept nicht benötigt. Die Linsen und ½TL Salz mit dem kochenden Wasser in den Karottentopf geben, die Hitze reduzieren und abgedeckt 14–17Min. köcheln lassen. Den Deckel abnehmen, die Hitze erhöhen und den Eintopf ca. 6Min. weiterkochen, bis ein Großteil der Flüssigkeit verdampft ist.
Die Schalotte schälen, halbieren und quer in feine Streifen schneiden. In einer mittelgroßen Pfanne mit 1EL Olivenöl und 1 Prise Salz bei mittlerer bis starker Hitze 3–5Min. unter häufigem Rühren anbraten, bis sie goldbraun sind. Die Schalottenstreifen aus der Pfanne nehmen und auf Küchenkrepp abtropfen lassen, die Pfanne wird weiterverwendet.
Die Paprika vierteln, entkernen, in ca. 0,5cm breite Streifen schneiden und mit Salz würzen. Die Würste in ca. 1cm breite Scheiben schneiden. Die Paprika und die Würste in der Schalottenpfanne mit 1EL Olivenöl bei mittlerer Hitze ca. 6Min. braten, bis die Paprika und die Würste gut gebräunt sind.
Den Linseneintopf mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Würste und die Paprika auf dem Linseneintopf anrichten und das übrige Fett aus der Pfanne darüberträufeln. Den Linseneintopf mit den Schalotten garniert servieren.
Gemäß diesem Sprichwort halten wir uns ganz genau an die Zeit, die das Tomatenmark zum Anbraten benötigt – so wird die Säure aus dem Mark reduziert, die sonst bei den Linsen für eine deutlich längere Kochzeit sorgen würde.