Gut Ding will Weile haben – und heute lassen sich die Zwiebeln besonders viel Zeit: Fast 20 Minuten lang köcheln sie sanft vor sich hin und werden dabei glänzend, weich und ein bisschen klebrig. Ihr Geschmack verändert sich durch die lange Garzeit auch und wird süßlich-zart. Damit bilden die Zwiebeln den krönenden Abschluss für den Veggie-Flammkuchen, der neben cremigem Ricotta mit frischem Spinat und Tomaten aufwartet.
Den Backofen auf 220°C (200°C Umluft) vorheizen. Die Zwiebeln schälen, halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Die Zwiebeln in einer großen Pfanne mit 1EL Olivenöl, 1 Prise Salz und 1TL Zucker bei mittlerer Hitze 2–3Min. unter häufigem Rühren anbraten. Auf niedrige Hitze reduzieren, 2EL Balsamicoessig zufügen und abgedeckt 18–20Min. köcheln, dabei gelegentlich umrühren.
Einen mittelgroßen Topf ohne Öl bei mittlerer Hitze aufheizen. Den Spinat (ggf. in mehreren Portionen) zugeben und unter Rühren erhitzen, bis er zusammenfällt. In ein Sieb geben und die Flüssigkeit auspressen, mit je 1 Prise Salz und Pfeffer würzen.
Den Knoblauch schälen und fein reiben oder durch eine Knoblauchpresse drücken. Den Ricotta mit dem Knoblauch verrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Tomate in ca. 1cm große Würfel schneiden, dabei den Strunk entfernen.
Den Teig mit dem Papier nach unten auf einem Backblech ausrollen und mit dem Ricotta bestreichen, dabei einen Rand von ca. 1cm lassen. Den Spinat und die Tomaten auf dem Flammkuchen verteilen und den Flammkuchen im Ofen 12–15Min. backen, bis der Teig an den Rändern leicht knusprig und in der Mitte durchgebacken ist.
Den Käse mit einem Sparschäler in dünne Scheiben hobeln. Den fertig gebackenen Flammkuchen mit den Zwiebeln und dem Käse belegen und servieren.
Käse ist für viele ein Genuss, aber an Ziegenkäse scheiden sich oft die Geister. Wenn du Ziegenkäse magst, kannst du gerne noch etwas davon über den Spinat krümeln, bevor der Flammkuchen in den Ofen wandert – ob mit oder ohne Rinde ist egal, lecker wird es so oder so.