Heute darf sich unser Hähnchen in einer Sauce aus Mangochutney tummeln. Chutneys stammen ursprünglich vom indischen Subkontinent, wo sie seit über 2500 Jahren bekannt sind: Gemüse und Obst wird mit Gewürzen versetzt oder in Essig und Öl eingelegt, um als schmackhafte Beilage zum Essen gereicht zu werden. Ziemlich vielseitig – und ziemlich lecker! Na, wer will probieren?
In einem kleinen Topf 300ml leicht gesalzenes Wasser zum Kochen bringen. Den Reis in einem Sieb kalt abspülen, bis das Wasser klar bleibt. Sobald das Wasser kocht, den Reis hineingeben und abgedeckt bei niedrigster Hitze 12–14Min. kochen, bis das Wasser aufgesogen und der Reis gar ist. Noch ca. 5Min. ohne Hitzezufuhr ziehen lassen.
Den Lauch längs halbieren und quer in feine Streifen schneiden, dann in einer mittelgroßen Pfanne mit 2EL Pflanzenöl, ½EL Mehl und 1 Prise Salz bei mittlerer Hitze 10–15Min. braten, bis er goldbraun ist. Ggf. die Hitze reduzieren. Aus der Pfanne nehmen und die Pfanne auswischen.
Die Tomaten in ca. 0,5cm große Würfel schneiden, dabei den Strunk entfernen. 2 Knoblauchzehen schälen und fein würfeln. Die Kokosraspel in die Lauchpfanne geben und ohne Fett bei mittlerer Hitze ca. 2Min. rösten, bis sie goldbraun sind, dabei häufig umrühren, um Anbrennen zu verhindern. Die Kokosraspel, die Tomaten und 1 Prise Salz unter den Reis mischen.
Das Fleisch mit etwas Küchenkrepp trocken tupfen, horizontal in 2 gleich große Stücke schneiden und in derselben Pfanne mit 1EL Pflanzenöl bei starker Hitze von jeder Seite 2–4Min. goldbraun braten, dabei mit ½TL Salz und 1 Prise Pfeffer würzen. Die Hitze reduzieren, den Knoblauch, 1EL (Weißwein-) Essig und das Chutney unterrühren und 1Min. weiterköcheln lassen.
Das Fleisch auf dem Kokosreis anrichten und mit der Chutneysauce und dem gebratenen Lauch servieren.
Mit diesem Gericht bringen wir ganz viele unterschiedliche Aromen auf den Teller: süß-würziges Chutney, nussige Kokosraspel – aber keine Schärfe. Schärfe ist nämlich kein Geschmack an sich, sondern eine Empfindung im Mundraum – Wärme, oder Schmerz, je nach dem, wie viel man verträgt. Aber wer mag, darf sich natürlich trotzdem ein paar frische Chiliringe über sein Essen streuen.