Wir finden, dass der zweifelhafte Ruf des Risotto – zeitaufwendig und launisch – ganz unverdient ist. Ein gutes Risotto braucht zwar etwas Aufmerksamkeit, aber es lohnt sich! Das beweist eindrücklich unsere leckere Variante mit gebratenen Champignons, vielen fruchtigen Kirschtomaten und einem feinen Rucola-Walnuss-Pesto. So schmeckt echtes italienisches Comfortfood. Buon appetito!
Das Brühgewürz in 750ml heißem Wasser auflösen; dafür das Wasser ggf. vorher aufkochen, es reicht aber auch heißes Leitungswasser. Die Pilze ggf. mit etwas Küchenkrepp oder einer Bürste reinigen und je nach Größe halbieren oder vierteln. Die Kirschtomaten je nach Größe längs halbieren oder vierteln. Den Knoblauch schälen und fein würfeln.
Den Reis und die ½ des Knoblauchs in einem mittelgroßen Topf mit 1EL Olivenöl bei mittlerer Hitze 1–2Min. glasig anbraten. Mit etwas Brühe ablöschen und stetig rühren, damit der Reis die Brühe gleichmäßig aufsaugt und nicht anbrennt. Diesen Vorgang 18–20Min. lang wiederholen, bis die Brühe aufgebraucht und der Reis sämig, aber noch bissfest ist. Mit Salz abschmecken.
Die ½ des Rucola und die Walnusskerne mit 2EL Olivenöl und je 1 kräftigen Prise Salz und Pfeffer in einem hohen Gefäß zu einem glatten Pesto pürieren. Den Käse grob reiben.
Die Pilze in einer mittelgroßen beschichteten Pfanne ohne Zugabe von Fett 4–7Min. anbraten, bis sie beginnen, Flüssigkeit abzugeben. Den restlichen Knoblauch unterrühren und ca. 1Min. mitgaren.
Das Pesto und den Käse unter das Risotto rühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den restlichen Rucola mit 2TL Olivenöl und 2TL Balsamicoessig vermengen, nach Geschmack salzen und pfeffern. Die Pilze und die Kirschtomaten auf dem Risotto anrichten und mit dem restlichen Rucola garniert servieren.
Wo wir schon mal in Italien sind: Weinchen gefällig? Heute empfehlen wir elegantes Weiß, in die Beziehung eingebracht zwischen Reisanbraten und erstem Ablöschen mit Brühe. 1–2EL des flüssigen weißen Goldes sind genau richtig, um der Risottoaffäre das zusätzliche Prickeln zu verleihen. In der jugendfreien Version setzen wir ebenfalls auf Liquidität, tun dies aber ganz züchtig mit Zitronensaft.