Ob Asien in weiter Ferne liegt, ist manchmal reine Auslegungssache – in der heimischen Küche kann es zumindest heute ganz nah sein. Unsere Köchin Martina hat sich eine Kombination ausgedacht, mit der sämtliche Sinne gen Südosten gerichtet werden: Aromatischer Ingwer und würzige Hoisinsauce verbünden sich mit farbenfroh-frischem Gemüse und zartem Hähnchen auf duftigem Reis, als besonderes Extra gibt es Cashewkerne. Mmmmmh!
In einem kleinen Topf 300ml leicht gesalzenes Wasser zum Kochen bringen. Den Lauch in dünne Ringe schneiden. Die Paprika vierteln, entkernen und in dünne Streifen schneiden. 1 Knoblauchzehe schälen und fein würfeln. Die ½ des Ingwers schälen und fein reiben. Tipp: Wer mag, verwendet mehr Ingwer.
Den Reis in einem Sieb unter fließendem Wasser abspülen, bis das Wasser klar bleibt. Sobald das Wasser kocht, den Reis hineingeben und abgedeckt bei niedrigster Hitze 10–12Min. kochen, bis das Wasser aufgesogen und der Reis gar ist. Noch ca. 5Min. ohne Hitzezufuhr ziehen lassen.
Das Fleisch mit etwas Küchenkrepp trocken tupfen und in ca. 3cm große Stücke schneiden. Mit 1 Prise Salz in einer mittelgroßen Pfanne mit 1EL Pflanzenöl bei mittlerer bis starker Hitze ca. 3Min. scharf an-, aber noch nicht durchbraten. Aus der Pfanne nehmen und beiseitestellen, die Pfanne wird direkt weiterverwendet.
Den Lauch, die Paprika, den Ingwer und den Knoblauch in die Pfanne geben, mit 1 kräftigen Prise Salz würzen und 1–2Min. braten.
Das Fleisch zum Gemüse in die Pfanne geben und ca. 1Min. mitbraten. Die Hitze reduzieren, die Austernsauce und 1EL Essig einrühren, die Cashewkerne untermengen und das Fleisch bei mittlerer Hitze in 3–4Min. gar köcheln. Die Thai-Hähnchenpfanne erneut mit Salz abschmecken, auf dem Reis anrichten und servieren.
Was hängt unmotiviert in jedem Küchenschrank herum und wird nur selten gebraucht? Neben allem, was gesund ist, aber leider nicht schmeckt, ist das wahrscheinlich Stärke. Heute könnte jedoch ihr großer Auftritt sein: Wer das Fleisch vor dem Braten in 1–2TL (Mais-)Stärke wendet, verleiht ihm die leicht seidige Haut, die man aus dem Restaurant kennt. Ob ja oder nein, bleibt wie immer Geschmackssache.