Dieses Gericht sorgt auf den ersten Blick vielleicht für Verwirrung: Ist das nun asiatische oder deutsche Küche? Haben wir den Reis durch Kartoffelpüree ersetzt, oder die klassische Hähnchenkeule durch unsere knusprigen Hähnchenstücke? Fragen über Fragen … Gut, dass wenigstens beim Geschmack Klarheit herrscht: Es schmeckt einfach richtig lecker.
In einem mittelgroßen Topf ausreichend gesalzenes Wasser für die Kartoffeln zum Kochen bringen. Die Kartoffeln samt Schale je nach Größe halbieren oder vierteln, dann in das kochende Wasser geben und in 15–20Min. gar kochen. Tipp: Die Kartoffeln sind durch, wenn sie sich bei der Messerprobe leicht vom Messer lösen.
Den Kohl in einer großen Pfanne oder einem Wok mit 2EL Pflanzenöl und ½TL Salz bei starker Hitze 4–7Min. unter gelegentlichem Rühren anbraten, bis der Kohl Farbe bekommt.
2 Knoblauchzehen schälen und fein würfeln. Den weißen Teil und den grünen Teil der Lauchzwiebeln getrennt in feine Ringe schneiden. Den Knoblauch und die weißen Lauchzwiebelringe zum Kohl geben und weitere ca. 2Min. braten, dann das Sesamöl untermengen, alles aus der Pfanne nehmen und beiseitestellen. Die Pfanne auswischen, ca. 3cm hoch mit Pflanzenöl füllen und stark erhitzen.
Die Sojasauce mit 2EL Honig und der ½ der grünen Lauchzwiebelringe zu einer Sauce verrühren. 6EL Mehl, ½TL Salz und 130ml Wasser zu einem Teig verrühren. Das Fleisch mit etwas Küchenkrepp trocken tupfen, in ca. 2cm große Stücke schneiden und im Teig wenden, überschüssigen Teig kurz abschütteln und das Fleisch im heißen Öl 3–6Min. knusprig frittieren.
Das Fleisch auf etwas Küchenkrepp abtropfen lassen, dann in der Sauce wenden. Die Kartoffeln in ein Sieb abgießen, zurück in den Topf geben und mit 4EL Butter und ggf. etwas Milch zu einem Püree stampfen, dann den Kohl unterheben. Das Fleisch auf dem Püree anrichten und mit den restlichen Lauchzwiebelringen garniert servieren.
Der Teig für das Fleisch soll relativ dünnflüssig sein, wie Schlagsahne oder Crêpe-Teig – so wird daraus im Ölbad eine dünne, knusprige Kruste anstatt einer dicken Teigschicht. Deswegen ist es auch nicht schlimm, wenn der Teig nicht überall am Fleisch hängen bleibt – es schmeckt trotzdem, versprochen!